#NullachtEinTeam

FSV 08 Bietigheim-Bissingen e.V.

Schwarzer Gründonnerstag für die Blau-Weißen

Starke Pforzheimer gewinnen am Bissinger Bruchwald mit 2:0

Die Bissinger Oberliga-Fußballer treten weiter auf der Stelle. Auch im dritten Heimspiel in Folge setzte es für die Akteure um Kapitän Kunde eine Niederlage. Allerdings war der 1. CfR Pforzheim auch eine richtig gute Mannschaft, die nicht unverdient, und dennoch etwas glücklich, gewonnen hat. 08 zeigte sich verbessert.

Die über 300 Zuschauer erlebten bei diffusem Kunstlicht eine spannende Begegnung mit zuweilen Rasse und Klasse. Pforzheim hatte dabei seine Stärken in Torhüter Yusuf Tirso, dem souveränen Libero Maurizio Macorig, dem Mittelfeld-Rackerer Yunus Emre Kahriman und dem Defensiv-Ass aus Ghana Terry Asare, während sich bei Nullacht neben dem wiedergenesenen Torwart Sven Burkhardt noch Ferdinand Schmidt, Kevin Ikpide, Pero Mamic und Benedikt Landwehr ordentliche Noten verdienten.

Die erste Halbzeit wurde von den Gästen dominiert. Aus einer betont sattelfesten Abwehr heraus überbrückten sie balltechnisch gewandt das Mittelfeld und berannten schnell das 08-Revier. Der überzeugende Burkhardt hatte jedenfalls alle Hände und Füße voll zu tun. Das war übrigens bis zum Spielende so.

In der 17. Minute war er freilich machtlos, als ein von Alexander Götz inszenierter Angriff zum 0:1 führte: Flanke von rechts und ein wunderschöner Drehschlag von Stanley Ratifo krönten die bisherigen Angriffsbemühungen der CfR-Elf.

Nach der Halbzeitpause entwickelten die Bissinger erheblich mehr Offensiv-Power, tauchten fortan häufiger vor dem Tor des Spielpartners auf – und hatten drei erstklassige Möglichkeiten, zumindest den Ausgleich zu erzielen. Roman Kasiar, gleich zweimal kurz hintereinander, und Marius Kunde fanden aber in Tirso ihren Meister beziehungsweise droschen die Kugel aus prima Positionen über den Kasten.

Und dieses Manko, das neben auffällig vielen finalen Abspielfehlern zu registrieren war, sollte sich vollends rächen. In der 90. Minute gab Schiedsrichter Christoph Busch (Weingarten), der hüben wie drüben zahlreiche Fouls ignorierte, einen umstrittenen Elfmeter für die Gäste, den Willie Till Sauerborn eiskalt einschoss. Dazu der vermeintliche „Sünder“ Andre Sirianni: „Das war niemals ein Strafstoß, sondern ein ganz normaler Press-Schlag!“

Großzügig war der Unparteiische, am Rande erwähnt, bereits in der 64. Minute gewesen, als er ein Pforzheimer Handspiel im Sechzehner mit „keine Absicht!“ beurteilte. Na ja…

Nullacht-Cheftrainer Markus Lang wirkte nach der Partie ziemlich geknickt, trotz bestätigter ansehnlicher Leistung seiner Mannen. „Wir haben verloren, weil wir in den entscheidenden Zweikämpfen den Kürzeren gezogen und mal wieder den Ball nicht aus der Gefahrenzone weggeschlagen haben. Der Sieg von Pforzheim ist verdient. Das ist eine Mannschaft mit hoher Qualität, die nicht zufällig auf dem dritten Platz steht.  Wir hätten aus unseren so guten Chancen einfach mehr machen und uns selbst belohnen müssen – dann wäre auch ein Unentschieden möglich gewesen.“      (wch)