#NullachtEinTeam

FSV 08 Bietigheim-Bissingen e.V.

Hollenbach wollte den Sieg den einen Ticken mehr

Der FSV 08 Bietigheim-Bissingen muss sich beim neuen Oberliga-Zweiten FSV Hollenbach mit 1:2 (0:1) geschlagen geben.

Die Fußballer des FSV 08 Bietigheim-Bissingen haben nach den beiden Schritten nach vorne beim 1:0-Auswärtssieg beim 1. Göppinger SV und beim 2:2-Heimunentschieden nach Rückstand gegen den ATSV Mutschelbach wieder einen Schritt zurück gemacht. Die Nullachter dem FSV Hollenbach vor rund 600 Zuschauern in der Jako-Arena in Mulfingen mit 1:2 (0:1). „Hollenbach wollte den Sieg den einen Ticken mehr und war auch dieses eine Tor besser“, ärgert sich 08-Trainer Markus Lang. „Einzelne Spieler müssen einfach ein bisschen mehr investieren. Ich kann mich aber nicht immer auf einen Geistesblitz oder einen Standard mit Pero Mamic verlassen. Da muss ich agiler sowie beweglicher werden, Bälle fordern und auch mal ein bisschen kreativ werden. Wir reagieren nur, als selbst zu agieren.“

08 fehlt die Durchschlagskraft

Die Bietigheim-Bissinger begannen wieder recht defensiv – bedingt durch die Fünferkette, mit der Lang sein Team aufs Feld schickte. Dadurch hatten die Hollenbacher von Beginn an mehr Ballbesitz und mehr Spielanteile. Dennoch setzten die Gäste mit ihren Umschaltmomenten einige Akzente – und hätten auch in Führung gehen können. Doch Nesreddine Kenniche scheiterte mit seinem Schuss nach Vorarbeit von Pero Mamic am Innenpfosten, von wo sich der Ball knapp am anderen Pfosten vorbei ins Toraus drehte (17.).
Es sollte für lange Zeit aber die einzige gelungene Offensivaktion der Nullachter bleiben. „Uns hat die Durchschlagskraft gefehlt. Weder die Spieler aus der Startelf noch die Einwechselspieler konnten Akzente setzen. Wir haben vorne nur wenige Offensivzweikämpfe gewonnen“, erklärt Lang.

Immer mehr übernahmen die Hollenbacher das Kommando auf dem Platz. Fast folgerichtig fiel das 1:0. Bei einem schnellen Angriff über außen legte Hannes Scherer auf Lorenz Minder quer, der in der Mitte nur noch einschieben musste (22.). In der Schlussphase der ersten Hälfte hätte Scherer die Gastgeber sogar erhöhen können. Doch 08-Torwart Sven Burkhardt verhinderte mit einem Reflex das 0:2 (45.+2). „Wir haben die erste Halbzeit über weite Phase dominiert“, freute sich Hollenbachs Trainer Martin Lanig.
Nach dem Seitenwechsel waren die Nullachter besser im Spiel. Dennoch fiel der Ausgleich praktisch aus dem Nichts heraus. Nach einem langen Ball, den Mamic per Kopf verlängerte, chippte Kenniche das Spielgerät in die Gasse zurück auf den durchstartenden Mamic, der Philipp Hörner keine Chance ließ (63.). Nur acht Minuten später kontrollierte der Torhüter der Gastgeber einen Kopfball von Daniel Dominkovic erst im Nachfassen (71.).

Trinkpause als Knackpunkt

„Ein Schlüsselpunkt war für mich die Trinkpause. Die hat uns etwas den Rhythmus genommen. Danach konnten wir an die Aggressivität nicht mehr anknüpfen“, berichtet Lang. Und Lanig ergänzt: „Nach dem Ausgleich mussten wir durchschnaufen und noch mal alle Kräfte sammeln. Aber das haben wir dann auch überragend gemacht. Das spricht für den Charakter des Teams.“

Offener Schlagabtausch am Ende

Vor allem über die rechte Seite machten die Hollenbacher in der Folge viel Betrieb. Doch Esnaf Rejan Omerovic, nachdem er zwei Bissinger hatte stehen lassen, traf nur den Pfosten (76.). Eine Minute später schlenzte Marco Specht den Ball dann aber vollkommen freistehend aus 18 Metern ins Eck.

In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, weil die Nullachter aufmachten. Und beinahe hätte es noch für die Ausgleichschance für die Gäste gereicht. Doch für Schiedsrichter Haris Kresser war die Berührung von Baba Mbodji an Dominkovic im eigenen Strafraum zu wenig für einen Elfmeter – trotz Proteste der Nullachter. „Hintenraus hätten die Hollenbacher die Entscheidung früher herbeiführen müssen“, ist Lang aber auch Realist.

Quelle: Bietigheimer Zeitung